Alte, Lüsterne, Teufel

Zwei kurze Komödien aus dem 16. Jahrhundert an einem Abend!

Zwei Fastnachtspiele von Hans Sachs

Sommerinszenierung der Germanistik-Theatergruppe

Mit Der Teuffel mit dem alten Weyb (1545) und Der alt Buler mit der Zauberey (1554) hat Hans Sachs zwei komplementäre Fastnachtspiele geschaffen, die eine reichlich übertriebene altersbedingte Perspektive auf Genderrollen bieten – und dabei den Finger in die Wunde einiger Risse in der Stadtgesellschaft des 16. Jahrhunderts legen. In der Zusammenschau wird erst der gesellschaftskritische Witz der beiden Stücke deutlich. Im Zentrum steht die Ehe als Spielfeld des Teufels – in dem er in einem Fall seine Unterlegenheit gegenüber einer weitaus intriganteren Frau erkennen muss, im anderen Fall nur in der Einbildung des alten Mannes existiert.
Beide Spiele zeigen, wie zentral die Menschen und gerade nicht der Teufel für das zwischenmenschliche Verhalten sind und wie wenig man falschen Nachrichten vertrauen soll. Der berühmte Nürnberger Meistersänger Hans Sachs hat die Fastnachtsspiele vermutlich mit Handwerksgesellen in Wirtshäusern aufgeführt. Sie dienten wohl der fastnächtlichen Unterhaltung und tragen zugleich eine Alltagsmoral.

WANN   Donnerstag, 02. Juli 2026 um 19:00 Uhr

Der Eintritt war wie immer frei.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen (Frau Prof. Dr. Cora Dietl) und dem Literarischen Zentrum Gießen.

Plakat zu allen drei Aufführungen

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