Comoedia Judith

Theaterstück der Gemanistikstudierenden aus Gießen.
Donnerstag 10.12.26 um 18:00 Uhr

Eine Frau überlistet einen Feldherren und schlägt ihm mit seinem eigenen Schwert den Kopf ab...

Diesen spannenden Stoff aus dem Alten Testament bringt die Studierendengruppe des Lehrstuhls für Germanistik der JLU Gießen unter der Leitung von Karina R. Fischer bei uns auf die Bühne.

Die biblische Geschichte der gottesfürchtigen Judith (i.e.: "Jüdin"), die ihr bedrängtes Volk vor den Feinden rettet, gehört auf der Bühne der Frühen Neuzeit zu den beliebtesten Stoffen, nicht zuletzt auch weil Martin Luther diese Geschichte als besonders exemplarisch und didaktisch wertvoll ansieht. Thematisiert wird das weibliche Eingreifen in die Welt- und Heilsgeschichte und die besondere Handlungsmacht der vorbildlichen Frauengestalt. Zahlreich wird der Stoff im 16. Jahrhundert mit deutlicher Tendenz zur Politisierung und Aktualisierung aufbereitet, so auch von dem österreichischen Dramatiker und Chronisten Wolfgang Schmeltzl. Mit der Belagerung und Besetzung des ungarischen Ofen im Jahr 1541 ist die zu dieser Zeit stark gefürchtete Expansion des Osmanischen Reiches und die damit einhergehende Bedrohung des christlichen Abendlandes durch eine islamische Macht schlagartig wieder gegenwärtig. In Schmeltzls Heimatstadt Wien rückt der Krieg nah. In dieser Situation, aber auch hinsichtlich stetig anhaltender konfessioneller Auseinandersetzungen zwischen katholischen und protestantischen Christ:innen, soll die Geschichte von Judith ein tröstendes Exempel liefern, wie der Abwehrkampf gegen die Bedrohung siegreich zu bestehen sei.

Frau Fischer wird eingangs in das Stück und die Entstehungsgeschichte einführen.

In Kooperation mit dem Literarischen Zentrum Gießen und dem Institut für Germanistik der JLU Gießen. Der Eintritt ist frei, wir bitten um Spenden.

WANN   Donnerstag, 10. Dezember 2026 um 18:00 Uhr

WO        Kulturkirche St. Raphael, Launsbacher Straße, 35435 Wettenberg-Wißmar

Zum Anfang der Seite springen