Weichen für die Zukunft werden gestellt

Pfarrei St. Anna Biebertal stellt Immobilienstrategie vor

Die Pfarrei St. Anna Biebertal stellt die Weichen für die Zukunft und hat eine kirchliche Immobilienstrategie entwickelt. Am Montag, 9. März 2026, sind die Pläne den Vertreterinnen und Vertretern der Gremien vorgestellt worden. Ziel der Strategie ist es, die pastorale Arbeit langfristig zu sichern und zugleich verantwortungsvoll mit den finanziellen und baulichen Herausforderungen umzugehen.

Die Pfarrei gehört zu den insgesamt 47 Pfarreien neuen Typs im Bistum Limburg und umfasst sechs Kirchorte mit insgesamt 16 Gebäuden. Sie stehen — wie viele kirchliche Immobilien — vor großen Herausforderungen: sinkende Katholikenzahlen, veränderte pastorale Strukturen und steigende Kosten für Instandhaltung und Betrieb. Bereits heute liegt der prognostizierte Instandhaltungsstau für die kommenden zehn Jahre bei mindestens 1,73 Millionen Euro.

Vor diesem Hintergrund hat die Pfarrei gemeinsam mit dem Bistum ein Konzept erarbeitet, das alle Gebäude bewertet und klassifiziert. Ziel ist es, künftig mit weniger Gebäuden tragfähige pastorale Orte zu erhalten und gleichzeitig die wirtschaftliche Belastung zu reduzieren.

Alle Gebäude bewertet und klassifiziert

Alle 16 Gebäude der Pfarrei sind bewertet und einer Kategorie zugeordnet worden. Sieben Gebäude wurden als Kategorie A beziehungsweise (A) eingestuft und gelten damit als langfristig notwendig oder derzeit noch notwendig für die pastorale Arbeit der Pfarrei. Dazu gehören das Gemeindezentrum und die Pfarrkirche St. Anna in

 

Biebertal, die Kirche Christ König in Aßlar, die Kirche St. Norbert in Werdorf, die Kirche Mariä Schmerzen in Lahnau-Dorlar, das Pfarrhaus Mariä Schmerzen in Dorlar sowie die Kirche St. Raphael in Wettenberg-Wißmar. Auch das Pfarrhaus Christ König in Aßlar wurde der Kategorie (A) zugeordnet; seine weitere Nutzung soll in einigen Jahren erneut überprüft werden.

Drei Gebäude am Kirchort Maria Himmelfahrt in Ehringshausen wurden der besonderen Kategorie C* zugeordnet: die Kirche Maria Himmelfahrt, das Wohn- und Gemeindehaus sowie das Pfarrhaus. Diese Gebäude gelten langfristig als finanziell nicht tragbar, sollen jedoch in einem Prozess der Projektentwicklung gemeinsam mit einem möglichen Investor neu gedacht werden. Ziel ist es, dort auch künftig Räume für die pastorale Arbeit zu sichern.

Ein Gebäude wurde der Kategorie C zugeordnet: die Kirche St. Anna in Ehringshausen-Katzenfurt. Sie wird mittelfristig nicht mehr benötigt, soll jedoch im Zusammenhang mit der Entwicklung des Kirchortes Ehringshausen betrachtet werden.

Gremien werden Konzept beraten und Beschlüsse fassen

Fünf Gebäude wurden der Kategorie D zugeordnet und gelten aus pastoraler Sicht künftig als nicht mehr notwendig. Dazu gehören die Kirche St. Dreifaltigkeit in Krofdorf-Gleiberg, die Kirche St. Johannes Nepomuk in Dutenhofen, das Gemeindehaus St. Johannes Nepomük, die Kirche St. Johannes der Täufer in Lollar-Odenhausen sowie das Pfarrhaus St. Raphael in Wettenberg-Wißmar. Für diese Gebäude sollen in den kommenden Jahren tragfähige Perspektiven entwickelt werden.

 

Die Vorstellung des Gebäudekonzeptes bildet einen wichtigen Meilenstein im Immobilienprozess der Pfarrei. In den kommenden Monaten werden die Gremien das Konzept beraten und darüber entscheiden. Nach einem Beschluss soll anschließend die nächste Phase der Immobilienstrategie beginnen: die konkrete Umsetzung der geplanten Schritte für Gebäude der Kategorien C*, C und D.

Mit dem Konzept verfolgt die Pfarrei das Ziel, auch in Zukunft lebendige Orte des Glaubens zu sichern — mit einer Immobilienstruktur, die pastoral sinnvoll, finanziell tragfähig und langfristig verantwortbar ist.

Kontakt

Zum Anfang der Seite springen